Freitag, 13. Februar 2015
Licht und Schatten
Gorgast, den 13.2.2015

Liebe Freunde, Bekannte und Neugierige,

Heute hat mein Sohn Kai Geburtstag. Auch auf diesem Weg: Alles Liebe und Gute für dich lieber Kai. Mögen deine Wünsche und Träume sich sortieren und alle in Erfüllung gehen.

Ansonsten tut sich hier seit letzter Woche einiges getan, sowohl bei Wyn und Jera, wie auch auf dem Hof. Die Lämmer geben sich mehr als nur Mühe, große Schafe zu werden; sie wachsen so, dass wir beinahe zugucken können. Und wie alle Kleinen erkunden sie die Welt, so dass wir im Nachhinein immer viel Spass haben, in den akuten Situationen nicht ganz so.

Alles was raschelt, ist zum Beispiel ganz besonders interessant und solange sie nur den Papiermüll ausräumen und irgendwelche Knäule vor sich herschieben, weil es so knistert, es ist noch süß, aber wenn es darum geht, dass ich Zeitung lese und sie gerne mitlesen würden… dann gebe ich ihnen schon den Sportteil ab, weil der mich weniger interessiert, aber anscheinend ist Politik und Lokales auch von Schafen mehr gelesen, auf jeden Fall wurde letztes mal wieder ein Artikel, den ich gerade las, genüßlich durchgekaut und dann: Weil sie beide gleichzeitig genau diese Seite wollten, ist sie auch noch gründlich zerlegt worden. Und all dieses passiert auch mit Straßenkarten, natürlich nur die Seite aus der Umgebung, Polen, Berlin und auch Westdeutschland scheinen nicht zu schmecken.

Kein Fensterbrett ist mehr vor Wyn und Jera sicher.

Und heute morgen halfen sie mir beim Auspacken des Einkaufs… fünf rohe Eier kullerten über den Boden, eine Mehlpackung wurde beinahe zerlegt und der Beutel mit den Zwiebeln wollte sich zum Kummer der beiden Lämmer nicht öffnen lassen, stellte aber gleichzeitig eine gute Fußfessel für Jera da, die lämmerlich klagte und auf der Stelle sprang, weil sie nicht fortkam. Gerade schlafen sie wieder lieblich an einander gekuschelt, als könnten sie nichts anstellen! Richtig süüüß die Beiden.

Für die nächsten Wochen sind wir hier zu dritt!

Seit Dienstag haben wir Tilman zu Besuch und Tilman hilft Wieland vier Tage die Woche für einige Zeit und plötzlich macht es hier viele kleine Rucks vorwärts. Alleine in dieser Woche sind u.a. die Ställe wieder begehbar gemacht worden, d.h. die Schafis werden bald ausziehen, gestern haben sie bei Sonnenschein, ihr zukünftiges Gehege kennen gelernt und waren erst einmal sehr vorsichtig, bis sie begannen Gras zu kosten und es auch aßen.





Ein Holunderstrauch musste weichen, weil er zu nahe an Haus und Stall stand. Er liegt jetzt aufgeschichtet zum Trockenen.

Der Graben vom Brunnenbau ist endlich wieder geschlossen! Und die Vegetation kann sich dort bis zum Frühling erholen.

Das Beste ist: Der alte Hundezwinger ist abgerissen (anderhalb Tage Arbeit) und der Hofhund Florian, den wir mit übernommen haben, hat es glücklich erlebt. Schanzwedelnd ist er immer wieder um die beiden Männer herum, als könnte er sein Glück nicht fassen, dass dieser äußerst stabile und geschweißte Drahtverhau mit zwei kleinen Hütten wegkommt. Er lag dabei, die wärmende Sonne genießend. Doch leider war Florians Glück nicht von Dauer, er ist heute Mittag verstorben. Er bewacht jetzt unseren Hof von einer anderen Stelle…

Tillmann und Wieland haben für Florian ein Grab ausgehoben… Und merkwürdiger Weise fanden sie beim Rückbau des Zwingers einen Ziegel mit dem Abdruck einer ?Hundepfote. Dieser Stein liegt jetzt auf seinem Grab unterm Flieder auf der Südseite.

bis demnächst, mit neuen Geschichten und Bildern vom wynjera-hof

Julia und Wieland

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