Sonntag, 19. April 2015
Hilfe von überall für den Hof…
Hilfe von überall für den Hof…

Gorgast 17. April 2015

Liebe Freunde, Bekannte und Neugierige,
ja …, diesmal hat es gedauert, bis es wieder Neuigkeiten vom Hof, seinen Tieren und Menschen gibt. Ich versuche mich mal an einer chronologische Reihenfolge der Geschehnisse der letzten Wochen, damit ihr so annähernd wißt, was geschah.
Sonntag, den 15. März genossen wir in Ruhe… und abends fuhr Wieland nach Berlin, weil er dort eine Baustelle hatte. Bis Freitag blieb ich alleine mit den Lämmern, die mich so manches Mal einige Nerven kosteten, weil sie im Haus förmlich über Tische und Bänke und auch über meinen Sessel gingen… Freitag Abend kam Wieland von uns sehnlichst erwartet zurück…. Über und über voll mit feinem Steinstaub und im Gepäck mit 16 Stühlen, einer Spende der Pfadfinderburg und unserer Waschmaschine, die dort im Keller gelagert war.

21. und 22. März: Wir hatten ein gemeinsames Wochenende, doch es gab viel zu tun. Der Auszug der Schafis bzw. Wollschweine, wie ich sie bereits nur noch nannte, wurde geplant und vorbereitet, die Schlitze für die Elektrik im zukünftigen Bad und dem NO-Eckzimmer wurden von Wieland gemacht, wir räumten etwas im Garten, doch er erschien uns so groß, so unendlich groß, das scheinbar kein Ende in Sicht war. Am Sonntag Mittag kam Hacki mit den Nachbarinos zu Besuch und Hacki blieb gleich über Nacht, um am Montag mit Wieland gemeinsam wieder nach Berlin zu fahren.

Nochmals war ich zwei Tage alleine auf dem Hof. Der Elektriker kam nicht wie vereinbart am Montag Morgen, so das ich die Elektrizität für die gesamte linke Haushälfte, in der sich vor allem die Küche und der Vorratsraum befinden, nur über viele Verlängerungskabel improvisieren musste.
Dienstag, den 24. März kam Wieland dann abends wieder und brachte eine fette Erkältung mit, wie sich am nächsten Tag herausstellte. Tilman sagte ab und so hatten wir einige Tage für uns.
Samstag kam Marion wieder einmal für einen halben Tag und wir haben uns durch den Garten geträumt und geplant. Es war wieder sehr schön.



Am Mittwoch darauf bezogen die Schafslämmer, welche eigentlich schon kleine Schafe sind, ihren Stall und das Gehege.



Am Montag den 30. März kamen dann meine Kinder Ronja, Kai und sein Freund Justin, da ich zuvor einen Notruf abgesetzt hatte: die Gartenseite brauchte dringend Unterstützung. Sie kamen zusammen mit Tilman und ein Ruck ging über den Hof, bei soviel Power… Die ganzen Lindenstücke, die zwar schon gestapelt waren, aber immer noch im Garten lagen, wurden unter eine große Eiche am Rand gelegt, der ganzen Heckenbereich wurde beräumt auf der Gartenseite, einige Bäume beschnitten, damit sie nicht in die Oberleitung wachsen, alles Laub wurde zusammen geharkt, dabei wurden Massen von kleinen Blümchen freigelegt… Dieser Garten ist eine wahre Blüten- und Blumenpracht… und Unmengen von totem Gestrüpp wurde entfernt.





Abends spielten wir bis weit nach Mitternacht zu sechst Karten und hatten viel Spaß und eine kurze Nacht. Am Dienstag zogen dann Justin und Kai den Zaun bei stärkstem Wind und Schneeregen auf der Hofseite noch ein bißchen weiter, so dass wir den inneren Zaun weiter öffnen konnten. Ronja verfugte mit Tilman ein Zimmer…





Als die drei Nachmittags wieder abfuhren, konnte man den Unterschied von vorher und nachher wirklich genauestens sehen. Es war ein toller Arbeitseinsatz mit gutem Essen und interessanten Gesprächen… Danke Euch dreien!



Tilman blieb und beseitigte weiter Holz mit Wieland. Am Karfreitag kamen Ulla und Dieter zu Besuch, bekochten uns fürstlich mit Lachs in Sahne und Bandnudeln dazu. Außerdem kauften sie mit mir zwei kleine Quittenbäume, so dass wir in dieser Woche, sechs Bäume gepflanzt haben, eine Tanne und eine Zuckerhutfichte (Weihnachtsbäume), zwei Magnolien und die beiden Quitten. Es war ein schöner Tag mit den beiden und nachmittags nahmen sie Tilman mit nach Berlin.

Über Ostern waren wir dann alleine, da Wieland immer noch krank war und nicht wegfahren konnte. Wir verbrachten ruhige Tage und begannen die Sämereien vorzuziehen.

Ja und in der Woche nach Ostern begannen sich die Ereignisse zu überschlagen…
wir bestellten den Bagger, der noch am Freitag kam, er holte die großen Lindenstammstücke auf den Hof und baggerte und baggerte ein Riesenloch für die vollbiologische Kleinkläranlage und ein Kleineres für die Sickergrube.







Danach war der Hof nicht mehr wieder zuerkennen. Zwei große Sand- und Erdberge und ein riesiger Schutthaufen verzierten die vordere Hoffläche. Die Holzberge waren verschoben und zusätzlich noch vermehrt worden. Der Hof scheint so langsam zu zu wachsen mit allerlei Haufen und Bergen. Da liegen die Holzstämme von Fichten und Eschen, die zwei großen Lindenstücke, die aufgehoben werden zum Trockenen, da gibt es zwei Natursteinhaufen aus den ehemaligen Fundamenten, die man vielleicht mal braucht, die Ziegel wandern glücklicherweise auf die Gartenseite für ein Hochbeet, da steht der Container der langsam voll wird, da gibt es eine Metallsammlung aus Schrott der sich hier auf dem Hof anfindet, da gibt es mehrere Holzhaufen, die noch zerkleinert werden müssen und ebenfalls einen Haufen mit Wurzeln in allen Größen.



Am Sonntag kam dann Ronja mit ihrem Freund, nach einem Frühstück ging es los. Zum Warmwerden setzten wir einige Johannis- und Stachelbeersträucher um, und dann ging es an den vom Bagger ausgesiebten Schutthaufen, ein Gemisch aus Erde, Steinen und Müll, der nach dem Krieg einfach nur verbuddelt wurde. Es wurde hart gearbeitet und trotzdem blieb etwas übrig. Aber Dank Ronja und Dennis kamen wir ein großes Stück voran. Vielen Dank Euch beiden, es war ein schöner, wenn auch sehr arbeitsintensiver Tag mit Euch.



Am Montag den 13. April wurde dann die Kläranlage bestellt. Wieland verdichtete dann zügig den Boden der Grube mit Beton- und Ziegelrecycling, eine schweißtreibende Arbeit, für die er meine volle Hochachtung erfahren hat.



Donnerstag war es dann soweit, erst kam Kai und begann mit Wieland eine Fläche vor dem Haus für den Grabendes Abwasserrohres zu beräumen: Pflanzen raus um darunter eine glücklicher weise zerbrochene Betonplatte frei zu schaufeln und heraus zu heben. Und dann kam der Transporter mit der Kläranlage.



Erst musste der Zaun geöffnet werden und dann schwebte die 6,2 Tonnen schwere Anlage scheinbar mühelos an ihren Platz. Ein faszinierender Anblick!!!









Dann die Absprache mit unserem Lieblingsklempner, wo und wie genau die Gräben zur Anlage und zur Grube entlang laufen sollen und dann nach einer gemeinsamen Stärkung: warmer Schokoladenkuchen mit Vanilleeis ging es ans Schaufeln und Buddeln. Unermüdlich arbeitete sich Kai unterstütz von Wieland, wie die „Raupe Nimmersatt“ durch den Boden… Abends gegen acht Uhr war der erste Graben in der Tiefe fertig! Es folgten ein gemeinsames Essen und angenehme Gespräche bis kurz nach Mitternacht.
Um so früher ging es am nächsten Morgen weiter… ein gutes Frühstück mit Bioeiern von den „Nachbarinos“ und Kai buddelte, schaufelte, hackte und hebelte sich beim zweiten Graben durch eine kompakte Masse aus Feldsteinen und Ziegeln (altem Fundament) und Wurzelwerk. Wieland ebnete derweil die Sohle des ersten Grabens von 17m Länge. Nach einer kurzen Mittagspause kämpfte sich Kai weiter im Akkord durch den schier undurchdringlichen Boden. Unseren Respekt an dieser Stelle!



Bis demnächst mit neuen Geschichten und Bildern vom wynjera-hof

Julia und Wieland

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