Dienstag, 16. Juni 2015
Tierischer Zuwachs
Tierischer Zuwachs
Gorgast 14. Juni 2015

Liebe Freunde, Bekannte und Neugierige,

lange ist es her, dass wir etwas erzählten, dabei ist unendlich viel passiert, was auch noch erzählt werden möchte…
Doch bevor ich ganz zurück gehe, erst einmal die aktuellen Neuigkeiten …

Unsere SCHAFE haben sich vermehrt: Wir haben jetzt neben Wyn und Jera, die bereits zwei junge Schäfinnen sind, noch fünf weitere Schafe, die bei uns leben. Im Sinne einer Familienzusammenführung sind jetzt wie es bereits länger geplant war, Schwarze (die leibliche Mutter von Wyn und Jera), Emmi mit ihrer Tochter Ulla, die einige Wochen älter ist als Wyn und Jera und Ayla mit einem Böckchen. Ulla, Jera, Wyn und Böckchen sind alle vom selben Bock (Name unbekannt). Seit Ende Mai ist die Familie zusammen… Jera und Wyn waren doch etwas verdutzt, als Wieland eines Nachmittags mit irgendwelchen für sie unbekannten Tieren auftauchte und eins nach dem Anderen zu ihnen ins Gehege kam. Die neue Schafsgruppe fragte nicht höflich, sondern nahm -da ja auch in der Überzahl - sofort alles in Besitz: die besten Plätze im Stall als auchan der Raufe und fraß als fünfköpfige Raupe alles an und auf. Plötzlich gab es bei den Leckerlies, wie z.B. trockenes Brot oder geschnittenes Gemüse nicht nur Konkurrenz, sondern die Kleinen (alle vier Kinder) wurden einfach weggebufft, wenn ein großes Schaf genau an dieser Stelle essen wollte.
Also, um es auf den Punkt zu bringen: Unsere „Zwillingsprinzessinen“ sind plötzlich dem rauhen Schafsleben begegnet, mittlerweile behaupten sie sich aber immer besser. Auch scheint Schwarze sich etwas ihrer anzunehmen, auch wenn wir nicht denken, dass es ein Wiedererkennen gegeben hat. Aber Schwarze ist mit ihren zehn Jahren die Älteste aus der Herde und schaut ein bißchen nach allen Schafen.

Aufregend mit den Schafen war auch noch die Schur, die ungefähr am 10. Tag ihres Hierseins auf dem Wynjerahof stattfand. Alle drei Alttiere und Ulla, die auch schon eine Menge Wolle hatte, kamen unter die Schere. Nachbarn von uns, die auch Schafe haben, hatten einen Scherer besorgt, der über mehrere Höfe gebracht wurde, um immer einige Schafe zu scheren. Mit Auf- und Abbau war der Spuk inklusive Klauenpflege, innerhalb von 45 Minuten wieder vorbei. Weder wir noch die Schafe wussten so recht, was geschah: Schafe in den Stall gesperrt, alles Gerät ausgepackt und aufgebaut, erstes Schaf geholt, mit dem Hintern auf die Bank gesetzt, Füße zusammen gebunden, rundum geschoren, Klauen geschnitten, los gemacht, nächstes Schaf geholt…, nächstes Schaf,… nächstes Schaf… losgemacht und schon war alles vorüber. Böckchen hat einen halben Tag nach seiner Mutter Ayla gerufen, weil er sie erst nicht wiedererkannt hat, das abgeschnittene Flies hat nach Mama gerochen,…, aber auch die Beiden haben wieder zusammen gefunden.
Mittlerweile ist die Schur bereits wieder vergessen und auch wir haben uns an den Anblick von Nacktschafen gewöhnt und können sie auch weiterhin auseinanderhalten.

Viel ist in der Zwischenzeit seit unserem letzten Bericht passiert… davon erzählen wir bestimmt auch mal im Rückblick, hier erst einmal in Stichpunkten:
Ilona und Enrico waren hier mit Benny und Socke und haben geackert wie die Weltmeister, Marion war mehrmals zu Besuch und hat gebuddelt, die Libertaten waren verteilt über ein Wochenende zu Besuch…

…wir waren fast drei Wochen ohne Internet und Telefon, da in der Gegend der Blitz eingeschlagen hatte und wir einen Überspannungsschaden hatten: Telefondose und Router kaputt!

Kai und Justin waren zweimal mit Übernachtungen hier um zu arbeiten, beim zweiten Mal war Erik mit.
Hacki hatte Geburtstag, hat uns öfter besucht und geholfen und hat Haus, Hof, Hund und 7 Schafe gehütet, als wir in Berlin waren, meine Mutter zu ihrem Geburtstag zu besuchen, die auch dem Schaf Ulla ihren Namen gegeben hat.
Tilman war wieder da…

Unsere Kläranlage ist eingebaut und funktioniert: WIR HABEN EINE funktionierende INNENTOILETTE und das nach einem halben Jahr…

Bis ganz bald mit neuen Geschichten und Bildern vom wynjera-hof.
Julia und Wieland

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