Sonntag, 20. Dezember 2015
Neulich…mit den Pfadis am 1. Advent
Gorgast, den 20. Dezember 2015

Liebe Freunde, Bekannte und Neugierige,

vor knapp drei Wochen hatte wir Besuch von den Pfadfinderinnen aus Berlin Tegel.



Drei hatten sich angemeldet für den Samstag und wir haben sie auch erwartet, sie hätten so gegen Mittag ankommen sollen. Der Weg vom Bahnhof Gorgast zu uns ist ungefähr 5 Kilometer lang; das ist also für Geübte kein Problem…



Ab und zu guckte ich schon auf die lange Zufahrtsstraße, aber keine einzige Pfadfinderin war zusehen und dann - - - klingelte das Handy. Sie waren falsch gelaufen und es fing auch noch an zu regnen… wohin sie jetzt müssten… Schnell war entschieden, dass wir sie abholen. Wieland mit dem Transporter und ich mit meinem neuen kleinen Auto. -
JA WERTER LESER, DU HAST RICHTIG GELESEN: ICH BIN SEIT EINEM GUTEN MONAT WIEDER AUTOBESITZERIN!!! EIN TOYOTA IQ!!! Mit Namen KNUFFI. Meine Tante hat ihn mir geschenkt und mich damit sehr glücklich und vor allem wieder mobil gemacht.
- Also losgefahren und sie zwei Dörfer weiter eingesammelt.



Kurze Zeit später saßen wir dann zu fünft in unserer Küche, bei warmem Birnensaft und Kuchen um die Kälte zu vertreiben. Wir, das waren fiffi, käfer, momo, Wieland und ich. Und dann ging es auch schon los mit der Arbeit, schließlich wird es ja mittlerweile auch früh dunkel.
Zuerst wurde im Garten das Laub und die Eicheln von der großen Eiche zusammen gerecht, nach einer kurzen Stärkung mit frischgebackenem Brot und veganem Schmalz, ging es auf den Hof, um im großen Schafsgehe das restliche Holz zusammen zunehmen und zum Spalt- und Sägeplatz außerhalb der Weide zu bringen. Fröhlich und voll guter Laune arbeiteten die drei Frauen zusammen mit Wieland und brachten Schwung auf den Hof. Leider wird es früh dunkel, so dass der Arbeitseifer gegen 16.30 Uhr von der Dunkelheit einfach verschluckt wurde, nachdem aber zuvor noch die Schafe gefüttert und versorgt waren.





Abends aßen wir zusammen Nudeln mit Kürbis aus dem eigenen Garten, nochmals Kuchen, spielten Karten und unterhielten uns, bis sich momo, käfer und fiffi zurückzogen.
Am folgenden Morgen gab es dann bei eingeheizter Küchenhexe ein gemütliches Frühstück mit selbstgebackenem Brot und Marmelade aus der Speisekammer. Alsdann fütterten Wieland und die drei Pfadfinderinnen zum Spaße aller die Schafe mit Heu, Quetschhafer aus der Hand und frischem Wasser, welches wir seit dem ersten Frost aus der Küche holen –



wobei es wie immer Gerangel gab, und die jungen Frauen erstaunt waren, wie weich und sanft doch so ein Schafsmund ist.

Später wurde der Rest des Holzes aus dem Schafsgehege entfernt und ein Teil auch gespalten. Zwischenzeitlich wurde die knarrende Schaukel bestiegen und im eingestürzten Teil der Scheune fand eine Begehung/ Betrachtung statt.



Danach ging es noch einmal in den Garten, um weiße Möhren und Rote Bete ernten, bevor irgendwann der Boden gefriert.



Der Vormittag verging wie im Fluge - schon gab es noch einen Eintopf, bevor die drei jungen Frauen packten, sich noch etwas aus der Speisekammer aussuchen konnten und wir sie diesmal zum Bahnhof brachten.
Danke fiffi, momo und käfer. Es war ein schönes Wochenende mit Euch, wir hatten unsere Freude, Ihr seid herzlich eingeladen, wiederzukommen in derselben Besetzung oder auch ganz anders. Es wird immer einige Schlafplätze, Suppe… und Zeit für nette Gespräche geben.



Bis baldigererer mit neuen Bildern und Geschichten vom Wyn-Jera-Hof.

Julia und Wieland

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